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Eigentlich ist alles mein
Mann Schuld, obwohl er mit Pferden überhaupt nichts am Hut
hat :-)
Als Kind und Jugendliche bin ich viel und regelmäßig
geritten, aber wie das manchmal so ist, irgendwann gar nicht
mehr. Die Liebe zu Pferden und zum Reiten ist allerdings
immer erhalten geblieben. Als wir dann "aufs Land" gezogen
sind, hier viele Pferde sind und auch noch meine Freundin
reiten ging, kam bei mir der Wunsch immer stärker hoch, doch
auch wieder auf´s Pferd zu steigen.
Tja, und dann schenkte mir meine Mann im Februar 2005 zu
meinem 40. Geburtstag 10 Reitstunden - für ihn der Anfang
vom Ende ;-)
Der Pferdevirus hatte mich wieder voll gepackt und schnell
waren meine Freundin Heike und ich uns einig, in 2 Jahren
soll ein eigenes Pferd her.
Wir hatten beide mittlerweile eine Reitbeteiligung und in
den 2 Jahren konnte ich ja dann wieder sattelfest werden.
Soweit der Plan....
Heike und ich mögen beide Friesen und Tinker, bei den
Friesen allerdings mehr den alten Schlag, und ich surfte mal
wieder so durchs Netz.
Da stieß ich dann auf Barockpintos, wunderschöne
Rappschecken, eigentlich bunte Friesen.... das war es für
mich!
Ich fuhr zu ein paar Veranstaltungen, mal mit, mal ohne
Heike. Ich war mir sicher, ein Barockpinto soll es in 2
Jahren werden.
Mir wurde auch ein 3 jähriger Hengst angeboten, allerdings
ich als Anfängerin mit einem sehr lebhaften 3 jährigen,
jetzt schon? Nein, das traute ich mir nicht zu, obwohl er
wirklich klasse war, die Vernunft (und auch das Herz?)
siegte.
Dann stieß ich auf die Internetseite von Frau Klömpken...
Bei ihr sollte am 27. August 2005 eine Zuchtschau
stattfinden.
Sie hat Irish Tinker und hatte auch zwei Barockpinto Fohlen,
beide gezogen aus Tinker x Friese, also meine beiden
Favoritenrassen! Eines der beiden Fohlen - Jerome - hatte es
mir von den Bildern her doch sehr angetan und ich wollte
wenigstens mal gucken fahren.
Leider hat es dann aber bei mir nicht geklappt zur
Zuchtschau zu fahren, so das ich mit Frau Klömpken gemailt
habe und mich für ein späteres Wochenende zu Besuch
angekündigt habe.

Am Freitag, den 16.September 2005 bin ich dann nach
Bullenheim gefahren, alleine und hin und zurück an einem Tag
(eine Strecke immerhin 390km), aber egal. Nachdem ich
angekommen war sind wir sofort zu den Fohlen gegangen und da
stand er: Jerome of Djuke, grad mal 4 Monate alt, ich hab
ihn gesehen und es war um mich geschehen! Vernunft, was ist
das? Er war es einfach!
Ich konnte mich kaum trennen, aber ich mußte ja wieder
zurück.
Frau Klömpken und ich haben lange geredet an diesem Tag, ich
wußte vom Bauch her, er ist es, hatte aber auch
Bauchschmerzen wegen einer Entscheidung.
Ich fuhr mit gemischten Gefühlen nach Hause, das Herz sagte
JA, der Verstand spinnst Du? und was würde
mein Mann sagen?
Er sagte zuerst spinnst Du?, über ein eigenes Pferd
hatten wir so konkret ja noch gar nicht gesprochen, und
die Kosten und überhaupt....
Allerdings kennt er mich ja auch schon länger und ahnte wohl
was kommt...
Noch am gleichen Wochenende wurde entschieden, Jerome-Duke
soll meiner werden! Meine Freude war groß, meine
Bauchschmerzen aber auch!
Es gab Nächte, da hab ich nur gedacht: hast Du sie noch
alle? Das kann nicht gut gehen! Dann aber wieder: Du hast
Hilfe, Heike, Freunde und Frau Klömpken stehen Dir zur
Seite.
Ich begann also, alles zu organisieren und mich mit Büchern
über Ausbildung etc. zu versorgen. Wir hatten vereinbart, das
Duke bis Ende April/ Anfang Mai bei Frau Klömpken bzw. auf
einer Hengstkoppel bleibt und dann hier runter kommt. Ich
besuchte Duke noch mal am 22/23.10.05 alleine, am
17/18.12.05 mit Heike zusammen. Der Kleine entwickelte sich
prächtig, ich hatte bis dahin auch schon einige
Möglichkeiten gefunden, wo Duke hier stehen könnte.
Allerdings noch keinen Platz, an dem ich nicht irgendwas auszusetzen hatte.
Auf der Hengstkoppel in Bayern allerdings entwickelte sich
nicht alles so, wie ich es mir gewünscht hätte und auch Frau
Klömpken, die eines ihrer Fohlen auch dort hingestellt
hatte, war nicht so zufrieden. Sie bot mir an, das Duke
schon im Februar zu mir kommen könnte, sie und ihr Mann
würden ihn mir bringen. Super, aber ich hatte ja noch nicht
den Platz für ihn gefunden...
Ich habe nochmals rumtelefoniert und Bingo - nun habe ich
den Platz gefunden, auf dem
Andalusiergestüt Haus Dohr.

Klaudia und Peter Klömpken brachten mir Duke dann am 10.
Februar - einen Tag nach meinem Geburtstag :-) und ein Jahr
nach meinen ersten Reitstunden nach ungefähr 20 Jahren...
Der Ankunftstag war aufregend, spannend, einfach alles. Der
arme Kerl mußte alleine im Hänger die 390 km fahren und kam
in einen fremden Stall, auf eine fremde Weide ohne einen
Kumpel.........
Er hatte die Fahrt im Hänger aber gut überstanden, sich nach
der Ankunft neugierig umgeschaut und sofort gefressen -
braver Junge :-)

Mittlerweile ist es
Juli 2009, Duke hat sich prächtig entwickelt und steht
nun am Anfang seiner Ausbildung, allerdings nicht mehr im
Haus Dohr.
Wir hatten leider ein paar Umzüge, doch nun sind wir
zufrieden.
Die Pferde sind den ganzen Tag draußen und Duke Bruder Just
a Joke of Djuke ist auch da. Meine Freundin hat ihn nun
endlich gekauft und die Halbrüder können gemeinsam über die
Wiesen toben und zusammen ausgebildet werden.
Duke hat immer noch sein ruhiges, liebes und verschmustes
Wesen, er ist beim Schmied ganz brav und erkundet neugierig
und ohne Angst seine Umwelt.
Ich finde, er ist ein richtiger Glücksgriff!!
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