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Im Oktober 2004 bin ich
nach Dortmund zur Hundeausstellung gefahren, um
Informationen für meine Rassehunde-CD zu sammeln und
Kontakte zu knüpfen. Auf dieser Ausstellung traf ich Familie
Friemelt-Lenz am Stand der Französischen Laufhunde. Die
Grand Basset Griffon Vendeen - kurz die Lustigen -
faszinierten mich und zwischen Martina und mir stimmte die
Chemie sofort. An diesem Tag bin ich zu keinem anderen
Züchter mehr gegangen, da wir uns festgequatscht haben. Das
lustige, unkomplizierte Wesen dieser Hunde war einfach
klasse, mitten in dem ganzen Trubel blieben sie ganz ruhig
und lieb.
Da Hunde bei mir eigentlich erst ab einer Größe von
mindesten Kniehöhe anfangen, war ich erstaunt über mich
selbst, das diese Kleinen mir so gut gefielen. Allerdings
fühlen die "Kleinen" sich selbst aber durchaus als "Großer
Hund". Martina und ich blieben in Kontakt, mein Mann und ich
besuchten sie Zuhause und wir trafen uns wieder in Dortmund
auf den Ausstellungen.
Da auch mein Mann diese Clowns klasse fand, stand für uns
fest, so ein "Lustiger" zieht irgendwann bei uns ein als
Dritthund, vorwiegend auch für Domino. Der hatte es
natürlich im Spiel nicht so leicht mit Balou, der Größen-
und Kräfteunterschied war schon enorm.
Tja, und dann wurde Balou plötzlich krank, innerhalb von 6
Wochen ging er über die Regenbogenbrücke. Diese Zeit war für
uns alle die Hölle!
Nachdem Balou nicht mehr da war, war das Haus irgendwie
leer, Domino trauerte und ich telefonierte viel mit
Freunden.
Ich erkannte zwar das Domino einsam war und trauerte, war
aber eigentlich noch nicht bereit für einen neuen Hund. Ich
sprach mit meiner Freundin Stephanie Noelle, Dominos
Züchterin, und mit meiner Freundin Martina.
Beide wussten es besser als ich!
Martina lud mich ein, sie am Wochenende zu besuchen. Bei ihr
traf ich auf Cadir, ein
liebenswerter Kasper, 6 Monate jung und somit "aus dem
gröbsten raus".

Eine Woche später holten wir Cadir zu
uns und Domino blühte auf! Auch wenn mein Herz zuerst nein
sagte, es war eine der besten Entscheidungen, die wir für
uns und Domino treffen konnten!
Martina sagte uns bei dem Wochenendbesuch, Cadir wäre ein
sehr zurückhaltender Hund, er drängt sich nicht gerne in den
Vordergrund und kann gut mit der Rolle als Nummer 2 leben.
Prinzipiell hatte sie ja recht ;-)

Cadir ist liebenswert,
verschmust und sehr anhänglich - aber auch ein kleiner
Sausack, der jede Menge Unsinn im Kopf hat!
Er schleppt alles durch die Gegend was er finden kann,
schmust sich in jedes Herz und wickelt den härtesten Brocken
um seine Pfoten.
Er hat vor nichts Angst, geht auf alles und jeden freundlich
und offen zu, egal ob Mensch, Hund oder Pferd - er findet
die Welt einfach toll!
Domino bekommt von ihm sein tägliches Fitnesstraining und er
hat immer ein Auge auf ihn.
Draußen läuft Cadir
allerdings nur an der Schleppleine - ist seine Nase auf dem
Boden (und das ist sie sofort nach verlassen des Hauses)
setzt sein Verstand aus. Wenn wir ihn auf dem Feld los
machen, müssen wir schon sehr viel Zeit haben, der Jungspund
geht dann erstmal auf "Spur".
Da sind auch Superleckerchen egal - und wir auch.
Aber er ist eben ein Jagdhund und auch das bekommen wir in
den Griff.
Um nichts in der Welt
würden wir unseren Cadir - auch Sausack, Futzemann, Köttel,
Clown genannt - wieder her geben.

Es wird bestimmt noch sehr
lustig und spannend mit ihm - ich werde sicher weiter
berichten.....

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