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Tja, eigentlich wollten
wir, nachdem leider unsere 8 jährige Briardhündin Shari
eingeschläfert werden mußte, erstmal keinen Hund mehr, die
Trauer um Shari saß zu tief. Shari war bei uns eine
wundervolle Hündin, nur leider total Verhaltensgestört! Zu
uns ein Lamm, ging sie alles fremde, ob Mensch oder Hund,
massiv an. Wir hatten mit ihr 8 wundervolle Jahre, waren
aber auch extrem eingeschränkt und merkten erst im
nachhinein, auf was wir alles verzichtet hatten für sie.
Schnell wurde uns aber klar, das es ohne Hund nicht geht,
also wurde jede Menge recherchiert und wir entschieden uns:
2 Collies sollten es werden (von einem ordentlichen Züchter
um nicht noch mal so einen Hund wie Shari zu bekommen) im Abstand von 2 Jahren - wir
sind ja vernünftig :-)
Ich surfte im Netz und suche nach Informationen über
Collies, Züchtern etc.
Schnell merkte ich, das die Colliewelt gespalten ist: die
einen liebten die "VDH" Collies, die Briten, die anderen
mehr die amerikanische Linie, die zwar auch im VHD gezüchtet
wird, aber nur als amerikanischen Einschlag. Auch mußte ich
feststellen, das es einen VDH Standard bei den Collies gibt
und einen amerikanischen, bei dem die Hunde größer sind und
auch mehr Farben zugelassen sind. Ich fand einen Züchter im
VDH, dessen Hündin mir gefiel, diese sollte auch nur einen
Wurf haben. Der Züchter - eigentlich nur eine Privatperson
- war uns sympathisch, wir trafen uns ein paar mal und wir
entschieden uns, von dieser Hündin sollte es ein Welpe
werden. Gleichzeitig stieß ich aber auf die weißen Collies,
im VDH verpönt und nicht anerkannt, nach amerikanischem
Standard gezüchtet. Da es ja eh irgendwann zwei Collies
werden sollten, setzte ich mich mit Frau Noelle in Verbindung
und sie lud uns zu ihrem Welpentreffen bzw. der Zuchtschau
der amerikanischen Collies ein.
So, nun war ja alles entschieden, die eine VDH Hündin mußte
nur noch läufig werden und auch aufnehmen und für später
hatten wir den Kontakt zu Frau Noelle.
Irgendwie surfte ich aber weiter, mal hier, mal da und stieß
zufällig auf eine Seite mit Irish Wolfhound Welpen - da war
doch mal was...
Ich hatte diese Hunde immer geliebt, mir aber nie Gedanken
darüber gemacht, selbst einen zu haben - wie denn auch in
einer Mietswohnung.
Nun lebten wir aber im eigenen Haus mit Garten, ländlich
gelegen....
ich suchte nach Züchtern, schrieb Mails, knüpfte Kontakte.
Mein Mann wußte erstmal von nichts - wir hatten uns ja auf 2
Collies geeinigt. Zufällig allerdings waren auf meinem
Computer immer Hintergrundbilder von IW´s, im Wohnzimmer lag
ein Buch von Irish Wolfhound rum - und irgendwann
fragte mein Mann, was das denn wohl werden soll. Ich
schwärmte ihm von diesen Hunden vor, den sanften Riesen, er
hatte sie aber noch nie live gesehen und blockte ab.
Karfreitag 2004 bekam ich dann eine Mail von Frau
Ottofülling, sie lud uns ein ihre Welpen anzuschauen. Wir
wollten an diesem Tag die Collie Hündin in Dortmund besuchen
und ich fragte meinen Mann, ob wir nicht auch bei Frau Ottofülling vorbei fahren könnten. Er meinte etwas
ungehalten ja, aber nur heute, auf dem Weg nach Dortmund. Na
super, das wäre ja ein Überfall bei Frau Ottofülling!
Ich rief sie an und sie sagte tatsächlich ja, kommen sie
vorbei. Ich warnte sie noch vor, das mein Mann die Hunde noch
nie live und erwachsen gesehen hätte.
2 Stunden später kamen wir
bei Frau Ottofülling in Lindlar an, sie wohnt dort so, wie
andere Leute gerne Urlaub machen würden. Wir fuhren auf den
Hof, aber weit und breit war kein IW zu sehen, 4 Zwergspitze
begrüßten uns.
Frau Ottofülling schmunzelte und zeigte uns die Welpen - wir
waren hin und weg von diesen Wonneproppen, die mit 5 Wochen
schon sehr groß waren.
Irgendwann fragte Frau
Ottofüling mich dann ganz leise, ob sie nun die Großen raus
lassen dürfte.... das Gesicht meines Mannes werde ich nie
vergessen!
Es marschierten 8 ausgewachsene IW´s, angeführt von einem
Zwergspitz, auf uns zu. Ruhig, gelassen, ohne zu bellen
begrüßten sie uns und wollten sofort beschmust werden -
einfach herrlich!!!

Mein Mann war schlichtweg
beeindruckt und begeistert von diesen Hunden. Wir
vereinbarten, eine Woche später noch mal vorbei zu kommen
und machten uns dann auf den Weg nach Dortmund zu den
Collies - wie klein die doch plötzlich wirkten :-)
Nun, was soll ich noch
sagen - die Colliehündin wurde nicht läufig, aber irgendwie
haben wir da auch nicht mehr groß nach gefragt. Wir
besuchten Frau Ottofülling noch 3 mal, in der Zeit
entschieden wir uns schon für unseren Balou.

Am 10.Mai 2004 zog der
Wonneproppen bei uns ein.
Er war - und ist - ein liebeswerter Drecksack, seine
Lieblingsbeschäftigungen sind schmusen, fressen und
schlafen. Er ist super ausgeglichen, überhaupt nicht
schreckhaft, sehr menschenbezogen und einfach nur ein riesen
Schatz!
Er wuchs und wuchs,
zeitweise 1 cm pro Woche! Da mußten wir natürlich sehr auf
seine Ernährung und seine Bewegung achten. Die Aufzucht
eines so großen Hundes ist nicht so einfach, aber wir haben
es super hin bekommen.
Krank war Balou eigentlich
nie, außer ein paar kleinere Wehwehchen, bis zum 26. Januar
2006! Am 24.Januar sind wir mit ihm zum impfen gefahren,
alles ok, am 26. hatte er in der Nacht einen massiven, 20!
minütigen epileptischen Anfall. Wir sind nun beim Tierarzt
in Behandlung, Balou ist auf Medikamente eingestellt und wir
gehen erstmal davon aus, das es ein einmaliger, heftiger
Anfall war, ausgelöst durch die Impfung.
Er verträgt die Tabletten mittlerweile sehr gut, wir werden
sehen wie es weiter geht, aber heute ist er vom Verhalten
her wieder fast so wie vor dem Anfall.
Es war ein riesen Schock
für uns, zumal wir noch nie was mit dieser Krankheit zu tun
hatten und ich vorher noch nie solche Krampfanfälle gesehen
hatte, aber wir denken positiv! Auch mit Medikamenten kann
Balou ein ganz normales und glückliches Hundeleben haben und
ob es noch mal einen Anfall gibt, werden wir abwarten
müssen.
Innerhalb von 6 Wochen
verschlechterte sich der Zustand von Balou, erst kaum
merklich, dann drastisch. Wir haben die Tabletten noch
umgestellt, dies hat aber nicht geholfen. Wir vermuten, das
durch den sehr langen ersten Anfall im Gehirn doch mehr
geschädigt war, als zuerst angenommen.
Seine Hinterhand versagte am 07. März 2006 total den Dienst,
seine inneren Organe müssen auch betroffen gewesen sein
(Nieren und Darm Versagen). Nachdem er 24 Stunden gar nicht
mehr aufstehen konnte und nur noch gewimmert hat, haben wir
ihn erlöst.
Balou ist am 08. März 2006 zur
Regenbogenbrücke gegangen
Wir werden Dich nie vergessen mein
Kleiner!
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